2013 Halle und der Teutoburger Wald

Als Training für die Wesertour am nächsten Wochenende sind Elisabeth & Heinz nach Halle (Westf.) gefahren und haben dort die Umgebung mit dem Rad erkundet. Es ging vom Bahnhof Osterbrock los. Nach einer entspannten Zugfahrt stiegen wir gegen Mittag in Dissen – Bad Rothenfelde aus. Jetzt hatte das Faulenzen ein Ende und wir konnten aufs Rad steigen. Die Bahnfahrt war angenehm, man konnte jedoch merken das Ferienzeit war, dadurch wurde es manchmal knapp mit den Fahrradstellplätzen. Auf der Fahrt nach Osnabrück unterhielt ich mich mit einem Marine-Pensionär ein wenig über die glorreichen Zeiten bei der Bundesmarine und so verging die Zeit wie im Fluge.
Die Radtour begann nicht gerade verheißungsvoll, gerade der 1. Streckenabschnitt war eine Baustelle aber das Navi, wir fahren mit einem Falk IBEX 40, fand schnell den richtigen Weg. So ging es hin und wieder an der Bundesstraße 68 entlang, meistens jedoch durch Feld, Wald und Wiese Richtung Halle.
Nach zwei Stunden erreichten wir leicht angeschwitzt das “Gerry Weber Sporthotel”. Das ist eine nette Anlage und nach einer Dusche und ein wenig Ruhe ergoss sich draußen ein gar nicht mal so geringes imageRegenschauer. “Glück gehabt” meinte Elisabeth schmunzelnd. Wir entspannten uns in dem viel zu warmen Pool und der Sauna. Anschließend ließen wir uns dann im See-Restaurant mit Steak und Salat schmecken. Nach dem Essen gönnte Heinz sich noch einen Kaffee und einen Schnaps. Zum Abschluss strampelten wir uns mit einer Runde durch Halle noch mal die Beine frei. Obwohl es nicht sehr abkühlte schliefen wir gut.
Der nächste Morgen begann mit einem herrlichen Frühstück, welches 20130727_102923nichts zu wünschen übrig ließ; inklusive einen Glas Prosecco verfeinert mit ein paar Erdbeerstückchen. Anschließend ging es zur einer von Heinz am Morgen auf dem Navi eingestellt Radtour rund um Halle. Der Anfang machte das Wasserschloss Tatenhausen. Der Weg dahin führte durch einen kühlen schattigen Laubwald, der allerdings das Radfahren durch einige Pfützen erschwerte. Da wir das Schloss schon nach einer kurzen Tour erreichten hatten wir keine große Lust dort lange zu verweilen und fuhren weiter Richtung Ravensberg. Die Temperaturen stiegen langsam an und auch die Wegstrecke hatte es in sich. Es ging immer wieder rauf und runter. Die größte Herausforderung war der Anstieg zur Ravensburg. 20130727_112634Neben einer Steigung von gefühlt 18 Prozent war der Schotterweg mindestens genauso schwierig. Wenn man aus dem Sattel ging drohte das Hinterrad durchzudrehen. So stieg zuerst Elisabeth und wenig später auch Heinz völlig durchgeschwitzt ab und schob den Rest des Weges zur Burg. Oben angekommen brauchten wir einige Zeit um Luft zu holen. Wir erkundeten Burg und Umgebung nun ein erheblich intensiver. Zudem gab es eine Erfrischung auf der Terrasse der Burggastschenke. So schöpften wir Kraft 20130727_124411für die nächste Etappe, ca. 30 KM zum Kloster Marienfelde wo ein Mittagessen geplant war. Die Strecke dahin war, nach der genauso schwierigem Abfahrt von der Burg Ravensburg, flach und wir konnte schnell einige Kilometer hinter uns bringen. Ein interessantes Schild am Wegesrand ließ uns anhalten und mit der Handykamera festhalten. Allerdings hatte sich hier wohl ein anderer Heinz niedergelassen. Nach einer kurzen Trinkpause ging es bei einer Höllenhitze weiter. Der Aufenthalt beim Kloster Marienfelde war kurz, neben einen für uns zu feudalen Restaurant war dort nicht viel los. Leider musste dadurch auch eine Kostprobe der Braukunst der Klosterbrauerei ausfallen.
Als nächstes Ziel war die nahe Bielefeld gelegene Terrassenburg geplant. Die Luft wurde immer schwüler und ein Gewitter zog auf. So sahen wir zu, dass wir Bielefeld erreichten, um dort in einem Supermarkt etwas Essbares und  Wasservorräte zu erstehen. Kaum angekommen begann ein Gewitter, dass einem Weltuntergang nahe kam. Elisabeth war noch ein wenig im Supermarkt geblieben und Heinz stand draußen am Imbissstand als das 20130727_151409Unwetter seinen Lauf nahm. Es begann mit Regen, der immer stärker wurde, dann Blitz und Donner. Es war zu spüren, dass das Gewitter direkt über uns herzog. Dicke Hagelkörner donnerten auf den Imbissstand. Aber das war noch nicht alles! Da der Supermarkt in einer Mulde lag, konnte das Regenwasser nicht schnell genug ablaufen. So bildete sich langsam oberhalb der Abflussrinne ein immer breiter werdender Kanal. Plötzlich war der ganze Weg bedeckt und das Wasser stieg immer weiter. Langsam bereitete sich Panik aus, die Geschäftsleute in den kleinen Shops am Supermarkt schlossen die Türen und versuchten mit Lappen und Besen das Wasser nach außen zu fördern. Das Wasser stieg ca. 10 Zentimeter hoch 20130727_195901und floss ungehemmt in den Supermarkt. Alles war überschwemmt. Endlich ließ das Unwetter nach und genauso schnell wie es gekommen war,  verschwand das Wasser wieder. Heinz hatte sich am Imbissstand auf eine Bank gerettet und ein paar Hochwasser Fotos geschossen. Nach dem Unwetter hatten wir keine Lust mehr auf die Terrassenburg und radelten durch die ziemlich verschmutzten Straßen Richtung Halle. Nachdem die Temperatur während des Unwetter um 15 Grad fiel, wurde es bald wieder genauso schwül wie vorher. Ziemlich platt kamen wir zum Hotel und ruhten uns erst mal aus. Anschließend genossen wir ein herrlichen Mal auf der Seeterrasse am Hotel.
Am Sonntag mussten wir uns vom Sporthotel verabschieden. Es hatte alles gehalten was die Prospekte versprochen hatten. Eine wirklich gute Adresse, wobei das umfangreiche Frühstück ein besonderes Lob verdient. Gut bepackt ging es dann schon früh aufs Rad. 20130728_111155Der Heimweg begann mit einen starken Anstieg in den Teutoburger Wald, der uns bald das Rad schieben ließ. Einfach zu steil und zu viel Gepäck. Allerdings entlohnte uns dieser frühe Schweiß mit einer tollen Abfahrt und einer noch viel imposanteren Natur. Wie schön Deutschland ist kann man am Beispiel von Borgholzhausen oder Wellingholzhausen ersehen, einfach wunderschön. So ging es immer wieder auf und ab durch den Teutoburger Wald bald an Osnabrück vorbei Richtung Heimat. Als besonders schön ist auch noch die für ein Bergrennen hergerichtete Strecke bei Borgloh zu erwähnen. In Wallenhorst legten wir eine Pause ein und kamen dort gerade richtig zur Siegerehrung der Bergrennen_WebNiedersachsenrundfahrt. Hatten wir auch einen Preis verdient? Wir gönnten uns zumindest Café Latte Macchiato mit Kuchen. Geplant war die Rückfahrt auf zwei Tage aufzuteilen, da wir aber schon um 13 Uhr unser Tagesziel erreicht hatten, beschlossen wir in einem Rutsch nach Hause zu fahren. In Bereich Fürstenau sahen wir Fussball_Webzwei Fahnenmasten, die wohl etwas über die augenblickliche Fußball-Lage in Deutschland aussagen sollte.
Bei dem lästigen Gegenwind war die Tour zwar nicht immer leicht, doch schließlich erreichten wir kurz vor 19 Uhr unser geliebtes Clusorth-Bramhar; erschöpft aber auch zufrieden über fast 120 Kilometer an einem Tag.

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Über heinzhh
Großer Fußball- und Technikfan, der aber auch gern die weite Welt bereist!

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